Die Elektrolyse
- Was ist die Elektrolyse?
- Grundprinzip der Elektrolyse einfach erklärt
- Aufbau einer Elektrolysezelle
- Beispiele für Elektrolyse – einfach erklärt
- 1. Wasserelektrolyse
- 2. Elektrolyse von Kupfersulfatlösung
- 3. Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid
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Grundlagen zum Thema Die Elektrolyse
Was ist die Elektrolyse?
Wenn du dir schon einmal überlegt hast, wie Metalle aus ihren Erzen gewonnen oder wie Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt werden kann, dann hast du bereits indirekt mit der Elektrolyse zu tun gehabt. In der Chemie bezeichnet sie ein Verfahren, bei dem mithilfe von elektrischer Energie chemische Verbindungen in ihre Bestandteile zerlegt werden.
Definition:
Die Elektrolyse ist eine erzwungene Redoxreaktion, bei der durch das Anlegen einer elektrischen Spannung chemische Stoffe in ihre Bestandteile zerlegt werden. Dabei wandelt man elektrische Energie in chemische Energie um.
Alltagsbezug:
Die Elektrolyse steckt in vielen Bereichen deines Lebens: von der Herstellung von Aluminium und Wasserstoff über galvanische Beschichtungen bis zur Reinigung von Metallen. Sogar das Aufladen eines Akkus ähnelt in gewisser Weise dem Prinzip der Elektrolyse!
Grundprinzip der Elektrolyse einfach erklärt
Damit eine Elektrolyse ablaufen kann, muss eine Gleichspannungsquelle an eine sogenannte Elektrolysezelle angeschlossen werden. Durch das Anlegen einer Spannung werden die Elektronen gezwungen, in eine bestimmte Richtung zu fließen, wodurch Reduktion und Oxidation an getrennten Orten stattfinden.
- Kathode: Hier findet die Reduktion statt – Elektronen werden aufgenommen.
- Anode: Hier findet die Oxidation statt – Elektronen werden abgegeben.
- Elektrolyt: Eine leitfähige Lösung oder Schmelze, in der sich die Ionen bewegen können.
$\text{Anode (Oxidation):}~ \ce{A -> A^{n+} + ne^-}$ $\text{Kathode (Reduktion):}~ \ce{B^{m+} + me^- -> B}$
Der gesamte Vorgang ist also eine Redoxreaktion, die durch äußere elektrische Energie erzwungen wird – im Gegensatz zur galvanischen Zelle, bei der chemische Energie spontan in elektrische Energie umgewandelt wird.
Aufbau einer Elektrolysezelle
Damit die Elektrolyse funktioniert, müssen alle Komponenten präzise zusammenarbeiten. Eine typische Elektrolysezelle besteht aus:
| Bestandteil | Funktion |
|---|---|
| Gleichspannungsquelle | liefert die elektrische Energie |
| Anode (+) | Ort der Oxidation |
| Kathode (–) | Ort der Reduktion |
| Elektrolyt | enthält die zu zerlegende Substanz (Ionen) |
| Separator oder Diaphragma | trennt Reaktionsräume, verhindert Vermischung der Produkte |
Merke:
In der Elektrolysezelle fließen die Elektronen vom Minuspol der Spannungsquelle zur Kathode und die Kationen wandern zur Kathode (Reduktion), während Anionen zur Anode (Oxidation) wandern.
Ein Kation ist ein positiv geladenes Ion, das bei der Elektrolyse zur Kathode wandert, während ein Anion ein negativ geladenes Ion ist, das bei der Elektrolyse zur Anode wandert.
Beispiele für Elektrolyse – einfach erklärt
Die Elektrolyse kann viele verschiedene Stoffe zerlegen. Hier sind die wichtigsten Elektrolyse-Beispiele, die du in der Oberstufe kennen solltest:
1. Wasserelektrolyse
Bei der Elektrolyse von Wasser wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Reines Wasser leitet den Strom nicht, deshalb wird eine kleine Menge Schwefelsäure oder Kalilauge als Elektrolyt zugesetzt.
$\ce{2 H2O (l) -> 2 H2 (g) + O2 (g)}$
Teilgleichungen:
$\text{Anode:}~ \ce{2 H2O -> O2 + 4 H+ + 4 e^-}$ $\text{Kathode:}~ \ce{4 H2O + 4 e^- -> 2 H2 + 4 OH^-}$
Die entstehenden Gase können gesammelt und nachgewiesen werden:
- Knallgasprobe für Wasserstoff (pfeifender Ton)
- Glimmspanprobe für Sauerstoff (aufflammender Span)
2. Elektrolyse von Kupfersulfatlösung
Hierbei wird eine wässrige Lösung von Kupfersulfat ($\ce{CuSO4}$) zwischen zwei Kupferelektroden elektrolysiert.
$\text{Kathode:}~ \ce{Cu^{2+} + 2 e^- -> Cu (s)}$ $\text{Anode:}~ \ce{Cu (s) -> Cu^{2+} + 2 e^-}$
Das Kupfer aus der Anode löst sich auf und scheidet sich an der Kathode wieder ab. So wird Kupfer gereinigt – man spricht von der Raffination von Kupfer.
3. Schmelzflusselektrolyse von Aluminiumoxid
Bei der Aluminiumelektrolyse (Hall-Héroult-Verfahren) wird festes Aluminiumoxid ($\ce{Al2O3}$) in geschmolzenem Kryolith ($\ce{Na3AlF6}$) gelöst, um den Schmelzpunkt zu senken.
$\text{Anode:}~ \ce{2 O^{2-} -> O2 + 4 e^-}$ $\text{Kathode:}~ \ce{Al^{3+} + 3 e^- -> Al}$
Industrielle Bedeutung:
So wird fast das gesamte Aluminium weltweit hergestellt. Da die Elektrolyse sehr energieintensiv ist, befindet sich die Aluminiumproduktion oft in Regionen mit günstiger Stromversorgung.
Wirkungsgrad der Elektrolyse
Der Wirkungsgrad beschreibt, wie viel der eingesetzten elektrischen Energie tatsächlich in chemische Energie umgewandelt wird.
$\eta = \dfrac{\text{nutzbare chemische Energie}}{\text{zugeführte elektrische Energie}} \cdot 100\,\%$
Typische Werte:
- Wasserelektrolyse: etwa $60$–$80\,\%$
- Verluste: durch Überspannung, Widerstände im Elektrolyten und Wärmeentwicklung
Zur Steigerung des Wirkungsgrads werden optimierte Elektrodenmaterialien, höhere Temperaturen und moderne Membrantechnologien eingesetzt.
Anwendungen, Sicherheit und Umweltaspekte
Elektrolyse spielt in vielen technischen und industriellen Prozessen eine Schlüsselrolle:
- Metallgewinnung: z. B. Aluminium, Natrium, Magnesium
- Galvanik: Überziehen von Metallen mit Schutz- oder Dekorschichten (z. B. Verchromen)
- Chloralkali-Elektrolyse: Gewinnung von Chlor, Wasserstoff und Natronlauge aus Kochsalzlösung
- Wasserstoffproduktion: Grundlage der sogenannten „grünen Energie“
Sicherheitsaspekt:
Bei der Elektrolyse von Wasser entsteht Knallgas (ein hochexplosives Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoff). Experimente dürfen daher nur unter Aufsicht und mit geeigneten Schutzmaßnahmen durchgeführt werden.
Elektrolyse – Ausblick
Nach dem Verständnis der Elektrolyse solltest du dich mit den galvanischen Zellen und dem Daniell-Element beschäftigen. So erkennst du den Zusammenhang zwischen spontanen und erzwungenen Redoxreaktionen – dem Herzstück der Elektrochemie.
Zusammenfassung zum Thema Elektrolyse
- Elektrolyse ist eine erzwungene Redoxreaktion, bei der elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt wird.
- In der Elektrolysezelle laufen Oxidation an der Anode und Reduktion an der Kathode ab.
- Beispiele sind die Wasserelektrolyse, die Kupfersulfatelektrolyse und die Aluminiumschmelzflusselektrolyse.
- Der Wirkungsgrad hängt von Leitfähigkeit, Temperatur, Elektrodenmaterial und Überspannung ab.
- Elektrolyse ist zentral in Energieumwandlung, Metallgewinnung, Oberflächentechnik und Wasserstoffproduktion.
Häufig gestellte Fragen zur Elektrolyse
Transkript Die Elektrolyse
1807 machte der Chemiker Humphry Davy eine bahnbrechende Entdeckung: die Elektrolyse. Die erste elektrische Batterie war gerade erfunden und Davy nutzte sie, um Elektrizität durch verschiedene chemische Verbindungen zu leiten. Bei einem von Davys ersten Experimenten kam Kaliumhydroxid zum Einsatz. Er erhitzte die Verbindung so lange, bis die festen Kristalle schmolzen. Dann leitete er elektrischen Strom durch das geschmolzene Kaliumhydroxid. Eine chemische Reaktion wird sichtbar. Als Davy diesen Versuch erstmals durchführte, war ihm nicht klar, was er zu erwarten hatte. Deshalb war es eine willkommene Überraschung für ihn, als plötzlich eine lila Flamme entstand. Mithilfe der Elektrolyse hatte Davy erstmals eine Metallverbindung in ihre Einzelteile zerlegt. Er hatte aus Kaliumhydroxid reines Kalium hergestellt. Elektrolyse funktioniert nur mit geschmolzenen oder gelösten Verbindungen, da nur so die geladenen Ionen frei beweglich sind. Diese freien Ionen transportieren den Strom durch die Flüssigkeit. Der elektrische Strom muss über zwei geladene Stäbe in die Lösung geleitet werden, die Elektroden. Die negativ geladenen Ionen werden von der positiven Elektrode angezogen, der Anode. Die positiv geladenen Ionen wandern zur negativen Elektrode, der Kathode. Dort nehmen sie über den elektrischen Strom Elektronen auf. In Davys Versuch werden die positiven Kaliumionen zu Kaliumatomen reduziert. An der Anode geben die negativ geladenen Hydroxidionen Elektronen ab. Sie werden oxidiert. Es entstehen Sauerstoff und Wasser. Davy nutzte die Elektrolyse, um weitere bisher unbekannte Elemente zu isolieren und zu identifizieren. Die Technik wurde später industriell angewandt, um hochreaktive Metalle zu erhalten. Heute ist sie die hauptsächliche Methode, um zum Beispiel Aluminium herzustellen. Die chemische Stoffumwandlung durch elektrische Energie – einfach eine geniale Entdeckung!
Die Elektrolyse Übung
-
Nenne die an einer Elektrolyse beteiligten Teilchenarten.
TippsDie gesuchten Teilchen tragen ähnliche Namen wie die Elektroden
Die Teilchen können entweder postiv oder negativ geladen sein.
LösungDie Elektrolyse braucht frei bewegliche Ladungsträger in Schmelze oder Lösung, damit diese den elektrischen Strom leiten können.
Frei bewegliche Ladungsträger entstehen zum Beispiel bei der Dissoziation von Salzen in entgegengesetzt geladene Ionen. Die positiv geladenen Ionen nennt man Kationen. Ihre negativ geladenen Gegenstücke sind die Anionen.
-
Benenne die Teile einer Elektrolyse.
TippsEntgegengesetzte Ladungen ziehen sich an.
Anionen und Kationen werden nach ihrer jeweils bevorzugten Elektrode benannt.
Die Ladung der Elektrode sagt dir, ob dort die Oxidation oder die Reduktion abläuft.
LösungAuf der rechten Seite des Bildes siehst du die positive Elektrode. Da sich nach Coulomb entgegengesetzte Ladungen anziehen, werden von ihr nur die negativ geladenen Anionen angezogen. Daher ist diese Elektrode auch die Anode.
Umgekehrt folgt für die negativ geladene Elektrode auf der linken Seite, dass Sie die positiv geladenen Kationen anzieht. Sie ist also die Kathode.
Angetrieben wird die Elektrolyse von einer Spannungsquelle. Damit der elektrische Strom fließen kann, wird noch eine wässrige Lösung oder eine Salzschmelze gebraucht. Ein Motor ist dagegen nicht nötig.
-
Erkläre typische Begriffe der Elektrolyse.
TippsEntgegengesetzte Ladungen ziehen sich an.
Anionen und Kationen sind nach ihrer jeweils bevorzugten Elektrode benannt.
Die Elektrolyse ist keine freiwillig ablaufende chemische Reaktion.
LösungSuche zunächst die passenden Erklärungen für die Kathode und Anode. Nach Coulomb gilt, dass entgegengesetzte Ladungen sich anziehen. Außerdem gilt, dass die Ionenarten nach ihrer bevorzugten Elektrode benannt wurden.
Suche daher für die negativ geladene Kathode den Textbaustein über die positiv geladenen Kationen. Entsprechend gehört zur positiven Anode der Text über die negativ geladenen Anionen.
Die Elektrolyse ist keine freiwillige chemische Reaktion, d. h. sie muss durch einen elektrischen Strom von außen erzwungen werden. Die Elektrolyse braucht deshalb eine Spannungsquelle, z. B. in Form einer Batterie.
Somit bleibt für die chemische Reaktion an den Elektroden nur noch, dass über sie die Elektronen in die Lösung / Schmelze abgegeben bzw. daraus aufgenommen werden.
-
Bewerte die Metalle ob sie „edel“ oder „unedel“ im Vergleich zur Wasserhalbzelle sind.
TippsDie Edelmetalle werden auch als Schmuckmetalle bezeichnet.
Viele unedle Metalle findest du ganz links im Periodensystem. Sie zeichnen sich oft auch durch eine hohe Reaktivität aus.
Unedle Metalle werden häufig als Rostschutz eingesetzt.
Die Metalle werden in der Spannungsreihe der Metalle verglichen.
LösungDie Edelmetalle werden häufig auch als Schmuckmetalle bezeichnet und auch verwendet, dafür kommen in dieser Auswahl nur Kupfer, Silber, Gold und natürlich Platin infrage, aber auch Iridium und Palladium gehören dazu.
Die meisten unedlen Metalle findest du ganz links im Periodensystem, z. B. Natrium und auch Aluminium gehört dazu, denn du darfst nicht vergessen, dass es in der dritten Hauptgruppe steht.
Zink wird oft als Rostschutz für Eisen eingesetzt, z. B. in Form einer vollverzinkten Karosserie in der Autoindustrie. Es opfert sich sozusagen für das Eisen, weil es unedler ist.
Lithium ist sogar so unedel, das es sehr gerne mit anderen Elementen reagiert um sein Elektron abzugeben.
Je positiver der Spannungswert in der Spannungsreihe der Metalle ist, desto edler ist das Metall:
$\begin{array}{l|c|r} \text{Lithium} & Li / Li^{+} & -3,04 \text{ V}\\ \hline \text{Natrium} & Na / Na^{+} & -2,71 \text{ V}\\ \hline \text{Aluminium} & Al / Al^{3+} & -1,66 \text{ V}\\ \hline \text{Zink} & Zn / Zn^{2+} & -0,76 \text{ V}\\ \hline \text{Wasserstoff} & H / H^{+} & -0,00 \text{ V}\\ \hline \text{Kupfer} & Cu / Cu^{2+} & +0,35 \text{ V}\\ \hline \text{Silber} & Ag / Ag^{+} & +0,80 \text{ V}\\ \hline \text{Platin} & Pt / Pt^{2+} & +1,20 \text{ V}\\ \hline \text{Gold} & Au / Au^{3+} & +1,41 \text{ V}\\ \end{array}$
-
Gib das Metall an, welches man heute hauptsächlich durch Elektrolyse gewinnt.
TippsEs handelt sich nicht um das Element, welches Humphry Davy in seinem Experiment hergestellt hatte.
Es wird häufig zu einer dünnen Folie verarbeitet, die du bestimmt auch schon einmal zu Hause gesehen hast.
LösungAl ist das chemische Symbol für Aluminium, dass dir im Alltag vor allem in Form von Alufolie begegnet.
Industriell wird reines Aluminium vor allem mittels Schmelzflusselektrolyse gewonnen. Dazu wird Aluminiumoxid zusammen mit Kryolith ($Na_3AlF_6$) in einer Kohlewanne erhitzt. Das Kryolith senkt die Schmelztemperatur von über 2000°C auf 950°C ab. Während der Elektrolyse entsteht dann an der Kathode im Boden flüssiges Aluminium, welches einfach abgesaugt und weiterverarbeitet werden kann.
-
Vervollständige die Reaktionsgleichung für die Elektrolyse von Wasser
TippsStelle dir vor, wie Wasser in ein Kation und ein Anion dissoziiert.
An der Kathode kommen Elektronen an, d.h. dort werden Kationen durch Elektronenaufnahme reduziert.
Die Anode entzieht den Anionen Elektronen, d.h. dort findet die Oxidation von Anionen statt.
LösungDu musst zunächst herausfinden, welche Kationen und Anionen bei der Elektrolyse von Wasser von Bedeutung sind. Dazu musst du wissen, dass Wasser immer zu einem kleinen Teil dissoziiert vorliegt, man spricht auch von der Autoprotolyse des Wassers:
$H_2O \rightleftharpoons H^+ + OH^-$
Wir vernachlässigen hier zur Vereinfachung, dass das Proton $H^+$ immer an ein Wassermolekül gebunden ist ($H_3O^+$). Nun kannst du sehen, dass das Proton $H^+$ das Kation und das Hydroxid-Ion $OH^-$ das Anion für unsere Elektrolyse des Wassers ist.
An der Kathode reduzieren die ankommenden Elektronen nun die positiv geladenen Protonen zu elementarem gasförmigen Wasserstoff, welcher sich als 2-atomiges Molekül $H_2$ an der Elektrode bildet. $H_2$ ist also die gesuchte Lösung für die Reaktionsgleichung der Kathode.
Umgekehrt entzieht die Anode den negativ geladenen Hydroxid-Ionen Elektronen, wodurch an dieser Elektrode elementarer Sauerstoff entsteht, der ebenfalls als Molekül ($O_2$) eines Gases an der Elektrode aufsteigt. Somit ist $O_2$ die gesuchte Lösung für die Reaktionsgleichung der Anode.
Für die Gesamtreaktion gilt, dass wir in der Kathodenreaktion $4 H_2O$ verbraucht haben, aber in der Anodenreaktion nur $2 H_2O$ zurückgebildet wurden, somit kommt als Ausgangsstoff für die Gesamtreaktion nur $2 H_2O$ infrage.
Statt mit reinem Wasser wird zumeist eine 25%ige Schwefelsäure als Elektrolyt verwendet, um die Zahl der Ionen im Wasser zu erhöhen. Interessant ist auch, das aus zwei Wassermolekülen zwei Wasserstoffmoleküle und nur ein Sauerstoffmolekül entstehen.
$2 H_2O \longrightarrow 2 H_2 + O_2$
Daher lässt sich im Betrieb schnell ausmachen, an welcher Seite der Wasserstoff entsteht. Hier bildet sich das doppelte Gasvolumen.
Füllt man jeweils etwas von dem Gas in ein Reagenzglas ab, kann man mit der Knallgasprobe und der Glimmspanprobe die Gase eindeutig identifizieren.
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